Keufelskopf Marathon – Trail 2019

Keufelskopf Marathon - Trail 2019

Schon zum 11. mal findet der Kufelskopf Ultra kurz K-UT statt und dieses Jahr wurden zum ersten Mal die offizielle Deutsche Meisterschaft in Kooperation mit der DLV beim Keufelskopf auf der 78 Kilometer Strecke ausgetragen. Daher waren auch einige Granaten am Start wie Martin Schedler, Max Kirchbaum und Andre Collet der das Ding auch zum Schluß gewonnen hat.

Drei Distanzen wurden 2019 in den Preußischen Bergen im Grenzgebiet von Rheinland-Pfalz und dem Saarland angeboten.

  • Ultra-Trail: 78 km / 3000 hm
  • Marathon-Trail: 44 km / 1700 hm
  • Short-Trail: 24 km / 1000 hm

Bisher konnte ich noch nie an diesem Traillauf teilnehmen weil ich sonst immer an Pfingsten arbeiten musste obwohl der K-UT nur 10 Kilometer von meiner Haustür entfernt ist. Aber diesmal hatte ich die Gelegenheit beim K-UT zu Starten zwar nur auf der 44 Kilometer Runde aber hey, dass wird mein längster Lauf wenn ich diesen ins Ziel bringe!

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Meine Startunterlagen hatte ich schon Freitags vor dem Lauf abgeholt damit ich am Race day morgens noch in Ruhe daheim Frühstücken konnte und natürlich etwas länger schlafen konnte aber daraus wurde nichts, ich hatte die Tage davor Nachtdienst und war natürlich fast die ganze Nacht wach und bin dann schließlich um 4:00 Uhr morgens schon aufgestanden. Nach zwei Tassen Espresso und dem leckeren Porridge, was ich immer am Renntag frühstücke und für mich gut funktioniert. Habe ich mich in mein Race Outfit geschossen und es ging ab nach Reichweiler.

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Viele bekannte Gesichte waren im Startbereich, die meisten davon hielten sich vor dem Start im Dorfgemeinschaftshaus von Reichweiler auf da es an diesem Pfingstsamstag doch recht kalt und sehr sehr windig war. Nach dem obligatorischen Briefing vom Veranstalter 10 Minuten vor dem Start viel pünktlich um 7:00 Uhr der Startschuss.

Der Start war wie bei allen Ultras und Trailläufen sehr unspektakulär. Als erstes ging es ein kleines Stück den kleinen Ort hindurch über ein Feld nach Schwarzerden. Bei Kilometer 1,4 etwa standen Helfer an der Strecke bei denen wir einen kleinen Zettel mit unserer Startnummer darauf abgeben mussten zur Kontrolle ob wir tatsächlich auch zum Lauf angetreten waren. Die ersten Singletrails fingen schon an und der erste Stau war auch schon, da das Läuferfeld noch sehr dicht zusammen war. In Schwarzerden ging es dann auch schon auf den Fritz Wunderlich Radweg  durch den beleuchteten 214 km langen Bahntunnel nach Oberkirchen.

Nach der Talbrücke in Oberkirchen sammelten wir die ersten steilen Höhenmeter zum Füsselberg rauf und ich merkte, dass das nicht ohne ist. Bin ich doch bisher nicht mehr als 1000 Höhenmeter gelaufen in einem Trailrennen. Aber ich bin vom Start weg sehr langsam gelaufen und es war die richtige Entscheidung wie sich herausstellen wird. Nach 16 km im schönen Saarland auf Waldwegen und feinsten Singletrails ging es auch schon wieder in die Pfalz nach Reichweiler zum ersten Verpflegungspunkt.

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Höhenprofil K-UT Marathon 2019

Nun wurde es sehr anspruchsvoll, ein ständiges auf und ab auf sehr steilen Singletrails. Immer wieder tauchten Schilder auf, aufgestellt vom Veranstalter, mit Sprüchen wie zum Beispiel „SINNLOS HÖHENMETER VERNICHTEN“ oder „WENN ES EINFACH WÄRE WÜRDE ES FUSSBALL HEIßEN„. Eine kleine Auswahl an Sprüchen vom Keufelskopf findet ihr auf dem Blog von Faszination-Trail.

Plötzlich seht da mein Laufkumpel „Jochen“ an der Strecke mit dem Fahrrad, versorgte mich mit einer kalten Cola und begleite mich noch 2 bis 3 Kilometer. Vielen Dank dafür, die Cola hat mir echt den Arsch gerettet.

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Da steht doch plötzlich einfach ein Stuhl und ein paar Bierkästen als Verpflegung mitten im Wald auf einem Singletrail. Tolle Extra Verpflegung für die Läufer, aber dieses Angebot hatte ich nicht angenommen, nicht das ich nach dem Bier nicht mehr weiter laufen wollte. Denn ich wollte ja ins Ziel kommen und ich lag sehr gut in der Zeit und würde deutlich vor dem Cut-Off (8:48:00 Std.) ins Ziel kommen. Kurz nach den Bierkästen und dem Stuhl trennten sich die Wege der Ultras und den Marathonläufer und ich musste nach rechts abbiegen und es waren nur noch etwa 12 Kilometer bis ins Ziel. Das packe ich ja mit links dachte ich mir und die Gegend hier kenne ich ja auch.

Aber dann kam dieses Schild „DIE LETZEN 10 KM  DIESES LAUFS SIND ZERMÜRBEND“ was soll da zermürbend sein dachte ich noch, ich bin doch gleich im Ziel. Die letzten 10 Kilometer hatten es wirklich in sich. Immer wieder ging es Steil nach oben oft an Seilen. Laufen konnte man vergessen, wandern war angesagt.

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Kurz vorm Ziel man hört schon die Musik vom Ziel es ist nicht mehr weit aber was ist denn das schon wieder. Es geht immer wieder hoch und runter ich will nicht mehr!

Jetzt hatte ich es aber gleich geschafft nur noch durch den alten Steinbruch von Reichweiler laufen, einmal durch den Ort und am Sportplatz vorbei. Dann noch eine kleine Steigung hoch und das Ziel war zum greifen nah. Meine Familie stand ca. 200 Meter vor dem Ziel und feuerte mich an so das ich es mit 6:52:00 Std. ins Ziel geschafft hatte.

Mein längster Lauf und das mit 1700 Höhenmeter.

Alle Daten zu diesem sehr anspruchsvollem Traillauf findet ihr auf STRAVA.

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